{"id":489,"date":"2017-03-31T15:23:50","date_gmt":"2017-03-31T13:23:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.katjaberger.com\/art\/?page_id=489"},"modified":"2026-03-31T16:46:46","modified_gmt":"2026-03-31T14:46:46","slug":"about-me","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/about-me\/","title":{"rendered":"ABOUT ME"},"content":{"rendered":"<div class='content-column one_third'><p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-1168\" src=\"http:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger-200x300.jpg\" alt=\"KATJA BERGER\" width=\"300\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger-650x975.jpg 650w, https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger-1000x1499.jpg 1000w, https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Katja-Berger-2000x2999.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><div class='content-column one_third'><div style=\"padding-right:20px;padding-left:20px;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><em> Text | Anne Avramut 2025<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Katja Bergers Malerei entfaltet eine visuelle Sprache, in der menschliche N\u00e4he, emotionale Zust\u00e4nde und soziale Rollen zu erz\u00e4hlerischen Situationen konfiguriert werden. Ihre Figuren bewegen sich in klar definierten Bildr\u00e4umen, die zugleich Offenheit erzeugen. Die Kompositionen entstehen aus einem Gleichgewicht von Linie und Fl\u00e4che, aus der genauen Abstimmung von Farbe und Blick: nichts bleibt beil\u00e4ufig, jede Geste, jede Positionierung besitzt ein psychologisches Gewicht.<\/p>\n<p>Bergers Figuren erscheinen reduziert und zugleich lebendig. Sie entwickelt ihre Gestalten aus einer pr\u00e4zisen Beobachtung von Beziehung, Z\u00e4rtlichkeit, Macht, Verletzbarkeit und gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeit. Zwischenmenschliche Dynamiken werden zu stillen Dramaturgien, die in den Raum einer emotionalen Topografie \u00fcbergehen. Ihre Bilder formulieren Zust\u00e4nde des Daseins: F\u00fcrsorge, N\u00e4he, Gleichgewicht, Spannung, Begierde. Diese Erfahrungen bringt Katja Berger durch Farbe und Komposition in sichtbare Form.<\/p>\n<p>Die Fl\u00e4chen ihrer Bilder tragen einen malerischen Rhythmus, der auf Reduktion und Genauigkeit beruht. Jede Arbeit entwickelt sich aus einem feinen Gleichma\u00df von Ruhe und Intensit\u00e4t. Der Pinselduktus bleibt klar, die Farbwahl bewusst begrenzt, wodurch eine eigene, fast ikonische Bildsprache entsteht. Figuren, Tiere und Objekte bilden gemeinsame Choreografien, in denen Affekte und Gedanken ineinandergreifen. Sprache und Bild, Erinnerung und Gegenwart verschr\u00e4nken sich in dieser Malerei zu einer stillen, nie bis zur letzten Konsequenz gedachten Erz\u00e4hlung.<\/p>\n<p>Berger greift auf Motive aus allt\u00e4glichen, intimen und zugleich archetypischen Situationen zur\u00fcck. Das Gespr\u00e4ch, der Moment des Ber\u00fchrens, das gemeinsame Mahl, der Blick in die Augen: in diesen Gesten liegt eine existentielle Dimension. Sie untersucht, wie Identit\u00e4t in Beziehung entsteht, wie menschliche Pr\u00e4senz sich im Gegen\u00fcber definiert. Die Figuren bleiben erkennbar, doch nie vollst\u00e4ndig lesbar; sie tragen eine Unbestimmtheit, die Offenheit schafft.<\/p>\n<p>Ihre Bildwelt verbindet erz\u00e4hlerische Direktheit mit psychischer Tiefe. Menschliche Erfahrung erscheint als visuelles Gewebe aus Wiederholung, Erinnerung und Affekt. Die Szenen wirken vertraut, ohne konkret zu werden. In ihnen \u00f6ffnet sich eine Erfahrung des Gemeinsamen, die von leisen Spannungen getragen ist. Malerei wird hier zu einem Medium der Beziehung, \u00a0als Prozess, der zwischen Wahrnehmung und Empfindung vermittelt.<\/p>\n<p>Katja Bergers Malerei steht in einer Linie von K\u00fcnstlerinnen, die das Verh\u00e4ltnis von Wahrnehmung, Empfindung und Darstellung in die Gegenwart \u00fcberf\u00fchrt haben. In der konzentrierten Ruhe ihrer Bilder verbindet sich die psychologische Pr\u00e4zision Marlene Dumas\u2019 mit der erz\u00e4hlerischen Sensibilit\u00e4t von Paula Rego. Beide Str\u00e4nge, das emotionale Denken der Farbe und das visuelle Erz\u00e4hlen menschlicher Beziehungen, finden in ihrem Werk eine eigenst\u00e4ndige Form.<\/p>\n<p>In den Portr\u00e4ts und Szenen Chantal Joffes spiegelt sich eine Direktheit, die den Blick als zwischenmenschliche Handlung versteht. Berger entwickelt aus diesem Gedanken eine stillere Form der Intensit\u00e4t. Ihre Figuren treten in Beziehung, ohne dramatisch zu werden. Der Raum, den sie bewohnen, entsteht aus Blickachsen und ruhiger\u00a0 Gestik<\/p>\n<p>Caroline Walkers Arbeiten untersuchen soziale und intime R\u00e4ume durch Licht und Struktur. Bei Berger wird dieser Raum zur inneren Zone des Bildes. Die Architektur entsteht durch Farbe, durch die N\u00e4he der K\u00f6rper, durch minimale \u00dcberg\u00e4nge w\u00e4hrend die psychische Spannung der Szene bestehen bleibt.<\/p>\n<p>Im weiteren Feld der europ\u00e4ischen Malerei l\u00e4sst sich Bergers Position als Fortf\u00fchrung jener Str\u00f6mung lesen, die Empfindung als formale Intelligenz begreift. K\u00fcnstlerinnen wie Miriam Cahn oder Maria Lassnig haben den K\u00f6rper als Ort der Erkenntnis eingef\u00fchrt; Berger setzt dieses Denken in eine neue malerische Sprache um. Ihre Bilder formulieren Beziehung als Erfahrung, die zugleich individuell und kollektiv bleibt.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke ihrer Arbeit liegt in der Klarheit der Form. Sie baut Kompositionen, die psychische Komplexit\u00e4t tragen, ohne sie zu illustrieren. Berger f\u00fchrt die Figuration an einen Punkt, an dem Wahrnehmung und Form untrennbar ineinander greifen.<\/div><\/div><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><div class='content-column one_third last_column'><div style=\"padding-right:20px;padding-left:20px;\"><\/span><br \/>\n<em>Text | Verena Konrad 2014<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Katja Bergers k\u00fcnstlerische Biographie beginnt mit einem Interesse f\u00fcr Fotografie, dem sie schon fr\u00fch nachgeht. Zur Besch\u00e4ftigung mit analoger Fotografie kommen in den 2000er Jahren Malerei und Kalligraphie dazu. Aus diesen drei Elementen entwickelt die freischaffende K\u00fcnstlerin autodidakt eine eigene Bildsprache, die geleitet ist von einem expressiven Duktus, pastosem Farbauftrag, kr\u00e4ftigen Farben, schwungvollen Linien. Ihre Motive stammen aus dem kollektiven Bildged\u00e4chtnis europ\u00e4ischer Kultur. \u00dcber die Collage sammelt sie visuelle Statements aus Kultur- und Kunstgeschichte, Mode, Trash und Alltagskultur und versetzt diese mit typografischen Elementen, die manchmal im Hintergrund, manchmal im Vordergrund platziert werden um die Bildaussage so zu unterstreichen oder aber auch zu kontrastieren.<br \/>\nNeu ist die Collage in Katja Bergers Arbeit also nicht. War sie bisher Teil von Bildkompositionen, so wird sie nun eigenst\u00e4ndig. \u201eIch versuche das Foto auszubeuten\u201c hat Hannah H\u00f6ch, Pionierin der Moderne und Meisterin der Fotocollage, einer damals zu Beginn des 20. Jahrhunderts v\u00f6llig neuen Form der Bildproduktion- und sprache, einmal formuliert. Die Klebebilder von Katja Berger folgen zumindest \u00e4sthetisch diesem Vorbild. Die Schere wird zum wichtigsten Werkzeug, Buchdeckel und gefundenes Bildmaterial, teils aus eigener Fotoproduktion, tragen Bildaussagen in sich. Text und Bild korrelieren, formen neue Aussagen, widersprechen sich auch manchmal, regen immer zu neuen Gedankenspr\u00fcngen an.<br \/>\nKatja Berger sammelt Zeitungen, Fotos, alte B\u00fccher und beginnt diese auszuschneiden, neu anzuordnen und so Bilder aufzubauen &#8211; Versatzst\u00fccke aus Stadtportraits, soziohistorischen Abhandlungen, Modestrecken und Typografie. Industrie\u00e4sthetik der jeweiligen Zeit, trifft auf im Ma\u00dfstab verzerrte Figuren aus ganz anderen Kontexten. Was dadurch entsteht, sind v\u00f6llig neue Konstrukte, die gesellschatliche Fragestellungen aufrei\u00dfen: nach dem guten Leben, dem \u00dcberleben, dem Platz von Menschen in ihrer Umgebung, dem menschlichen Ma\u00dfstab.<\/div><\/div><div class='clear_column'><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":4,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/489"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=489"}],"version-history":[{"count":34,"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/489\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2335,"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/489\/revisions\/2335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.katjaberger.com\/art\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}